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AvP-Insolvenz

Pressemitteilung zur Situation der Apotheker

In Pforzheim und dem Enzkreis sind zahlreiche Apotheken von der Insolvenz der AvP Deutschland GmbH betroffen, weshalb Gunther Krichbaum eine restlose Aufklärung durch Bundesfinanzminister Olaf Scholz fordert. „Die Apotheken sind mit der wohnortnahen Versorgung und ihren Notdiensten eine wesentliche Säule unseres hervorragenden Gesundheitswesens. Deshalb muss nun restlos aufgeklärt werden, ob die Umstände der AvP-Insolvenz vermeidbar waren.“ Weiter fordert der CDU-Bundestagsabgeordnete in seinem Brief an den Minister, dass die Absicherung zinsloser Überbrückungskredite durch den Bund ernsthaft erwogen werden sollte, um Insolvenzen zu vermeiden und die Versorgung der Bevölkerung nicht zu gefährden. “ Noch ist nicht absehbar, ob durch die Überbrückungskredite der Deutschen Apotheker- und Ärztebank oder durch mögliche KfW-Kredite in jedem Einzelfall der Fortbestand der Betriebe ermöglicht werden kann. Die Wahl des Abrechnungszentrums ist selbstverständlich eine betriebswirtschaftliche Entscheidung jedes Apothekenbetreibers. Allerdings wird von den Betroffenen zu Recht erwartet, dass diese finanzwirtschaftlichen Qualitätsstandards genügen und auch von der BaFin überwacht werden. Vor diesem Hintergrund wird die Rolle der BaFin überaus kritisch hinterfragt. Apotheken, Öffentlichkeit und nicht zuletzt das Parlament haben ein Anrecht zu erfahren, wann die BaFin bzw. das Bundesministerium der Finanzen von den Schwierigkeiten der AvP wussten, wann gläubigerschädliche Verfügungen verboten wurden, warum zunächst nur ein sogenannter schwacher Sonderbeauftragter in das Unternehmen geschickt wurde und ob so Mittelabflüsse aus dem Unternehmen ermöglicht wurden, die die Insolvenzmasse nunmehr schmälern“ so Krichbaum abschließend