Close

Beschäftigte und Unternehmen erhalten Hilfe

wegen den ökonomischen Auswirkungen des Corona-Viruses

Das neuartige Coronavirus bestimmt das öffentliche und wirtschaftliche Leben in unserem Land von Tag zu Tag immer mehr. „Fast schon im Minutentakt erreichen uns neue Nachrichten zur aktuellen Lage und viele Menschen sind in Sorge, welche Auswirkungen die Ausbreitung des Virus für die öffentliche und persönliche Gesundheit, aber auch für die Arbeitsplätze oder das eigene Unternehmen haben“, so der CDU-Bundestagsabgeordnete Gunther Krichbaum.

Natürlich stehe nun zunächst die bestmögliche Versorgung der Erkrankten, die Abklärung von Verdachtsfällen und die Maßnahmen zur Reduzierung der Ausbreitungsgeschwindigkeit im Vordergrund. „Aber wenn das öffentliche Leben weitgehend stillgelegt wird, bekommt das die örtliche Wirtschaft zu spüren.“ Zudem stehe auch die Weltwirtschaft vor einer Rezession. „Da gibt es nichts zu beschönigen: Die Ausbreitung des Coronavirus hat massive wirtschaftliche Folgen, auch für Teile unserer mittelständischen Wirtschaft in Pforzheim und dem Enzkreis.“

Die Bundesregierung hat daher in der letzten Woche einen umfassenden Schutzschirm für Beschäftigte und Unternehmen verkündet, der unter anderem einen verbesserten Zugang zum Kurzarbeitergeld, Steuerstundungen und umfassende Bürgschaften zur Liquiditätssicherung enthält. Auch werde in diesem Jahr auf Zwangsvollstreckungen bei Steuerrückständen und Säumniszuschläge verzichtet. „Wir werden alles tun, damit diese Pandemie die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Deutschlands nicht dauerhaft beschädigt. Dank unserer soliden Finanzpolitik und der guten Wirtschaftslage der letzten elf Jahre sind die dafür notwendigen Spielräume vorhanden.“ Wichtig sei, dass diese Hilfen allen Unternehmen offenstehen: „Kein gesundes Unternehmen muss wegen Corona in Schwierigkeiten geraten – vom Taxifahrer bis zum Großunternehmen“, so Krichbaum.

Erste Ansprechpartner für die Unternehmen seien jetzt die Hausbanken und die Förderbanken des Landes Baden-Württemberg, die L-Bank und die Bürgschaftsbank Baden-Württemberg. So hätten bereits in der Finanzkrise 2009-2012 die Liquiditätskredite des Landes vielen kleinen und mittleren Unternehmen sehr geholfen. „Aber ähnlich wie Bayern sollte jetzt auch Baden-Württemberg zusätzlich einen Liquiditätsfonds für besonders betroffene Unternehmen auflegen, aus dem sehr rasch Liquiditätszuschüsse abgerufen werden können.“

Gerade die Hausbanken, voran die regionalen Sparkassen und Volksbanken, seien jetzt aufgefordert, umgehend ein umfassendes Beratungsangebot für die Unternehmen aufzubauen. „Viele kleinere Unternehmen haben nicht die Spielräume, längere Durststrecken wegzustecken, denn laufende Kosten fallen weiter an. Sie brauchen für sich und ihre Beschäftigten rasch Sicherheit“, so der CDU-Bundestagsabgeordnete.

Krichbaum lobt ausdrücklich das darüber hinaus gehende Beratungsangebot der IHK Nordschwarzwald. „Die IHK informiert sehr umfassend über viele Teilaspekte der Corona-Krise, beispielsweise über Hygiene am Arbeitsplatz und viele arbeitsrechtliche Fragen. Hier können sich Beschäftigte wie Unternehmer informieren.“