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Bundeswehr kehrt nach Pforzheim zurück

Das Munitionslager in Huchenfeld wird wieder eröffnet.

Das ehemalige Munitionslager der Bundeswehr in Pforzheim-Huchenfeld wird ab 2022 schrittweise wieder eröffnet. Das berichtet der CDU-Bundestagsabgeordnete Gunther Krichbaum heute aus Berlin. Das Munitionslager wurde Ende 2017 nach 45 Nutzungsjahren geschlossen.

 

Doch leider sei die Welt in den vergangenen Jahren unsicherer geworden, so Krichbaum. „Auf der Krim wurde erstmals seit dem 2. Weltkrieg eine Grenze in Europa gewaltsam verschoben, der IS hielt über Jahre eine ganze Region in Atem und in Syrien tobt noch immer ein blutiger Bürgerkrieg. Das sind leider nur einige der Konflikte, die den weltweiten Frieden bedrohen. Gleichzeitig ziehen sich die USA zunehmend aus Europa zurück. Wir Europäer müssen unsere Verteidigung daher stärker in die eigene Hand nehmen.“ Angesichts der veränderten internationalen Sicherheitslage habe die Bundesverteidigungsministerin daher eine „Trendwende Personal, Material und Finanzen“ für die Bundeswehr eingeleitet. Die Personalstärke der Bundeswehr wird so in den kommenden Jahren um über 10% erhöht. Das erfordere auch Investitionen in die militärische Infrastruktur.

 

Bis Ende 2019 werden daher alle bisherigen Planungen zur Abgabe von Bundeswehrliegenschaften einer genauen Überprüfung unterzogen, berichtet Krichbaum weiter. Für die Material- und Munitionslagereinrichtungen sei dies bereits abgeschlossen. „Das Bundesverteidigungsministerium ist dabei zu dem Schluss gekommen, dass auch das Materiallager in Huchenfeld wieder in Betrieb genommen werden soll.“

 

Die Wiederinbetriebnahme beginnt 2022, ab 2023 soll dann der logistische Betrieb aufgenommen werden. „Die Rückkehr der Bundeswehr ist eine gute Nachricht für Huchenfeld und ganz Pforzheim“, freut sich Krichbaum. Es würden nicht nur 80 Arbeitsplätze geschaffen, sondern zugleich auch 14 Mio. Euro am Standort investiert. Nicht unterschätzt werden dürften auch die wirtschaftlichen Folgewirkungen eines solchen Bundeswehrstandortes.

 

(zum PZ-Artikel)