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Die „Goldstadt“ in „Hochform“ bringen – CDU-Kreisvorstand im Dialog mit dem Einzelhandel

Dem Handel geht es gut, die Deutschen sind nach wie vor in Konsumlaune, die Bilanz 2012 könnte wie im Vorjahr positiv ausfallen auch in Pforzheim. Das waren die guten Nachrichten die Horst Lenk, Präsident des Handelsverbandes Baden-Württemberg und Vizepräsident des Bundesverbandes, den Teilnehmern des CDU-Kreisvorstandssitzung gleich zu Beginn des Fachgesprächs zum Thema Einzelhandel überbrachte.

Als Tagungsort hatte die CDU Pforzheim/ Enzkreis ganz bewusst die Pforzheimer „Schmuckwelten“ gewählt, deren Geschäfts­führer, Michael Buck, die Unions-Vertreter zuvor durch die Ausstellungsräumlichkeiten geführt hatte. Kreisvorsitzender Gunther Krichbaum hatte in seiner Begrüßung auf den „Leuchtturmcharakter“ dieser einzigartigen Einrichtung im Herzen Pforzheims verwiesen. „Die Schmuckwelten sind ein Aushängeschild unserer Stadt und ein Pfund mit dem wir in Zukunft noch mehr wuchern müssen.“, so der direkt gewählte Bundes­tagsabgeordnete für Pforzheim und den Enzkreis.
Dem pflichteten Lenk und Buck bei. Beide verwiesen auf die Bedeutung des Markennamens „Goldstadt“ der nach wie vor weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt sei. Deshalb sei jede Diskussion über dessen Abschaffung auch Nonsens. Vielmehr müsse man das Thema Gold in der Innenstadt stärker betonen und präsentieren. Mit den „Schmuckwelten“ und dem Schmuckmuseum im Reuchlinhaus hätte man bereits eine solide Basis geschaffen, auf die man aufbauen könne und von der heute schon sowohl der Einzelhandel als auch die Gastronomie in der Innenstadt profitiere.
Dr. Marianne Engeser. Landtagsabgeordnete und Stadträtin verwies darauf, dass die von der Pforzheimer Wirtschaftsförderung kreierte Marke „Hochform“ und der etablierte Name „Goldstadt“ sich in keiner Weise gegenseitig ausschlössen. Es gelte beide Markennamen zu fördern, um so Synergie­effekte zwischen Wirtschafts- und Tourismusförderung zu erzielen. Genau dies sei den „Schmuckwelten“ in Zusammenarbeit mit dem City-Marketing bereits gelungen, erklärte Michael Buck. Die gemeinsam geschaffene Werbelinie „Goldene Momente“ sei das beste Beispiel dafür.
In der Diskussion wurde auch die stärkere regionale Vernetzung mit der Region Nordschwarzwald angesprochen. Hier gelte es Pforzheim als Oberzentrum der Region und als Pforte zum Schwarzwald noch mehr in den Fokus zu rücken. Dafür bedürfe es in Zeiten knapper Kassen auch oftmals keine großen Summen um merkliche Verbesserungen herbeizuführen. Horst Lenk verwies in diesem Zusammenhang auf Hinweisschilder an der Autobahn sowie an den entsprechenden Ausfahrten, die Besucher auf die Attraktionen aufmerksam machen und sie auch gleich dorthin führen sollten. Ebenso plädierte er für eine Aufwertung der Fußgängerzone, diese sei, so Lenk, das Herz der Stadt und müsse entsprechend behandelt werden. In diesem Zusammenhang lobte er die Ankündigung der Stadt nach dem bereits veröffentlichten Konzept für die Sanierung des Ostteiles der Fußgängerzone bald auch ein solches für den westlichen Part vorzulegen.
„Pforzheim hat sich in den letzten Jahren wahrlich gemacht, es gibt viele positive Entwicklungen, die vor allem von Gästen goutiert werden. Leider viel zu selten von den Pforzheimern selbst.“, stellten die Teilnehmer zum Ende des Gesprächs fest. Dennoch habe die Stadt große Potentiale, die es zu heben gelte. „Eine attraktive Stadt zieht nicht nur Touristen an, sondern auch Unternehmen sowie Fachkräfte. Und davon können wir nie genug bekommen!“, so der Kreisvorsitzende abschließend.