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Die CDU in Pforzheim und dem Enzkreis nominiert Gunther Krichbaum erneut für den Bundestag

Pforzheim. Aller guten Dinge sind vier. Dies gilt zumindest für Gunther Krichbaum und die Kandidatur für den Deutschen Bundestag im Wahlkreis Pforzheim. Denn der CDU-Kreisverband hat seinen Vorsitzenden auf der Nominierungsversammlung im Bürgerhaus Buckenberg/ Haidach mit überzeugender Mehrheit bereits zum vierten Mal zu seinem Kandidaten gekürt. 86,6 % der anwesenden Mitglieder sprachen Krichbaum ihr Vertrauen aus und schickten in damit erneut in das Rennen um das Direkt-mandat für den Deutschen Bundestag bei der Wahl 2013.

Rund 130 Mitglieder, Freunde und Gäste, darunter auch zahlreiche Vertreter der Presse hatten sich am Freitagabend im großen Saal des Bürgerhauses versammelt, um neben dem Bundestagskandidaten auch die Delegierten für die Bezirks- bzw. Landesvertreterversammlung zu wählen. Zuvor jedoch kürten die 116 Stimmberechtigten zunächst den langjährigen Landtagsabgeordneten Winfried Scheuermann zum Versammlungsleiter. In seiner unverkennbaren humorvollen Art sorgte Scheuermann für den korrekten Ablauf des Abends.
In seiner „Bewerbungsrede“ ging Gunther Krichbaum auf zahlreiche Themenkomplexe auf europa-, bundes-, landes- und regionalpolitscher Ebene ein. Zuvorderst allerdings bezog er Stellung zu den Vor­würfen gegen den ehemaligen Kreisvorsitzenden und Ministerpräsidenten a. D. Stefan Mappus. So er­teilte er laut gewordenen Austrittsforderungen eine klare Absage: „Stefan Mappus ist Mitglied der CDU und er bleibt Mitglied der CDU!“. Man dürfe sich solche „Phantomdiskussionen“ nicht von Außen auf­drängen lassen, so Krichbaum. Ebenso verwundert zeigte sich der Bundestagsabgeordnete über den Um­gang der Medien und politischen Entscheidungsträgern mit den Geschehnissen rund um den Rück­kauf der EnBW-Aktien durch das Land Baden-Württemberg. „Für mich ist jemand dann schuldig, wenn er ver­urteilt ist und bis dahin gilt die Unschuldsvermutung! Das gilt für jedermann, eben auch für Stefan Mappus und bis heute wurde noch nicht einmal eine Anklage gegen ihn erhoben!“ Im Zusammen­hang mit den Hausdurchsuchungen der Staatsanwaltschaft und der Presseberichterstattung darüber mahnte Krichbaum an, auch einmal darüber nachzudenken, was dies alles für die Familie Mappus be­deute. Gleichwohl stellte der Kreisvorsitzende unmissverständlich fest, dass rund um den Aktien­rück­kauf Fehler gemacht wurden, die es aufzudecken und zu bewerten gelte. „Schließlich kommen bei der CDU die Fakten auf den Tisch und nicht unter den Teppich!“, so Krichbaum. Dafür seien der Unter­suchungs­ausschuss des Landtages und die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zuständig. Erst wenn deren Ergebnisse vorlägen, sollte man zu einer abschließenden Bewertung gelangen, und nicht davor.
Bis dahin täte die CDU im Land gut daran, die desaströse Politik der „grün-roten“ Landesregierung zu brandmarken, dies sei schließlich die erste und wichtigste Pflicht der Opposition. Ansatzpunkte dafür gäbe es genug, gab Krichbaum zu bedenken: „Die Haushaltspolitik, das Chaos im Bildungssystem oder die unsäglichen Äußerungen der Integrationsministerin Öney über den so genannten ‚tiefen Staat‘, den es auch hierzulande geben soll, sind dabei nur drei Beispiele von vielen“.
Im weiteren Verlauf seiner Ausführungen gingt Gunther Krichbaum ausführlich auf die jüngsten Entwicklungen innerhalb der Europäischen Union ein. Hierbei verwies er ausdrücklich auf die hervorragende Arbeit, die Bundes­kanzlerin Angela Merkel auf der europäischen Bühne leiste. Sie kämpfe entschlossen für deutsche Interessen, ohne dabei jedoch die ganzheitliche Lösung der Krise aus den Augen zu verlieren. Der Verweis auf das große Arbeitspensum und den beispielhaften Fleiß der Kanzlerin wurde im Saal mit Beifall quittiert.
Auch innenpolitisch leiste die von Angela Merkel geführte Bundesregierung gute Arbeit. Die Bilanz der christlich-liberalen Koalition könne sich ohne weiteres sehen lassen. Er forderte alle Unionsanhänger auf, die Erfolge der vergangenen Jahre stärker zu betonen. „Deutschland steht hervorragend da. Wir sind gestärkt aus der Weltwirtschaftskrise hervorgegangen. Die Arbeitslosigkeit ist auf einem historischen Tiefstand, bei den Renten- und Sozialkassen haben wir derzeit einen Überschuss, die Wirtschaft floriert! Das sind Erfolge der unionsgeführten Koalition und die dürfen wir ruhig deutlicher in den Vordergrund stellen.“, so Krichbaum. Als weitere Beispiele für die solide Arbeit der Regierung nannte der Bundestagsabgeordnete allen voran die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse, die steuerliche Entlastung von Familien und des Mittelstandes, die erhöhten Mittel für Forschung und Bildung sowie die finanzielle Entlastung der Kommunen.
Die momentane Schuldenkrise in der europäischen Union betrifft Gunther Krichbaum als Vorsitzender des Europaausschusses natürlich besonders. Doch trotz allen Engagements für Europa, das er mit Herzblut betreibe, sehe er sich doch in allererster Linie als der direkt gewählte Bundestagsabgeordnete für Pforzheim und den Enzkreis. „Deshalb bin ich wann immer möglich in der Region unterwegs. Es ist mir wichtig, dass sich die Menschen direkt an mich wenden können. Ob in Bürgersprechstunden, bei Schul- und Firmenbesuchen oder bei anderer Gelegenheit, jeder soll die Möglichkeit haben, sich direkt an seinen gewählten Vertreter wenden zu können.“, so Krichbaum. Auf diesem Wege erreichten ihnen viele Themen, die er dann vor Ort anpacken oder mit nach Berlin nehmen könne.
Zu den großen Projekten der letzten Jahre gehörte sicherlich der Ausbau der A8, hier insbesondere die sogenannte Enztalquerung, bei deren Planung Krichbaum stets im direkten Austausch mit Regierungs­präsidium und den Verkehrsministerien des Bundes bzw. Landes stand und steht. Gleiches gilt auch für die „Westtangente“ für deren Bau sich der Abgeordnete unermüdlich stark macht. Ebenso am Herzen liegt ihm der weitere Ausbau des Breitbandnetzes in den ländlichen Regionen des Enzkreises. Der von Krichbaum initiierte Breitbandgipfel hatte seinerzeit den Anstoß für zahlreiche Projekte der einzelnen Gemeinden gegeben, die erst kürzlich in einer breit angelegten Ausbauoffensive des Landratsamtes mündeten, die Krichbaum ausdrücklich begrüßt und nach Kräften unterstützen wird. Eine weitere Entwicklung, die der Kreisvorsitzende immer im Blick hat, ist der verstärkte Zuzug irakischstämmiger Migranten nach Pforzheim. In der Vergangenheit hatte er bereits eine kurzfristige finanzielle Unterstützung für spezielle Integrationskurse der Stadt durch das Bundesinnenministerium vermitteln können. „Pforzheim ist mit der schieren Anzahl an Flüchtlingen aus dem Irak derzeit einfach überfordert. Hier gilt es schnell Abhilfe zu schaffen, deshalb habe ich mich in Absprache mit der Verwaltung an die zuständigen Behörden im Land und auf Bundesebene gewandt, um erfolgsversprechende Lösungsansätze zu finden.“, erklärte Krichbaum.
Im Hinblick auf die Bundestagswahlen im kommenden Jahr warnte der erfahrene Wahlkämpfer vor voreiligen Prognosen. Innerhalb von über 12 Monaten könne sich noch so manches tun. „Vielleicht schafft es ja die SPD sogar bis dahin, einen Kanzlerkandidaten zu benennen.“, kommentierte Krichbaum die anhaltende Personaldebatte beim politischen Gegner. Die CDU jedenfalls müsse einig und geschlossen in den Wahlkampf ziehen, vor allem in Baden-Württemberg. Der Kreisverband Pforzheim/ Enzkreis könne hier als gutes Beispiel dienen. Den Beweis für die Richtigkeit seiner Aussage liefert wenig später das Wahlergebnis, das Gunther Krichbaum dankbar und glücklich vernahm.
Als Vertreter auf Bezirkseben wurden gewählt: Dr. Marianne Engeser, Martin Gegenheimer, Anneliese Graf, Gunther Krichbaum, Viktoria Schmid, Gabi Hefner, Barbara Teufel, Katharina Wesle, Jacques Grießmayer, Maria Logotheti, Natalie Riede, Erhard Knittel, Pascal Baumgartner, Patrick Frühwirt, Uwe Wolf, Hans Sichermann, Peter Olszewski, Michael Sengle, Waldemar Meser, Axel Michael, Thomas Sturm
Als Vertreter auf Landesebene wurden gewählt: Viktoria Schmid, Dr. Marianne Engeser, Martin Gegenheimer, Gunther Krichbaum, Christine Stavenhagen, Erhard Knittel