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Ein Treffpunkt für das ganze Quartier – Gunther Krichbaum besucht Familienzentrum Au

Regelmäßig besucht Gunther Krichbaum soziale Einrichtungen in Pforzheim und im Enzkreis. Am Mittwoch war er zu Gast „Familienzentrum Au“ an der Calwer Straße. Doris Winter und ihr Team begrüßten Krichbaum im „Nähcafé“. Von Dienstag bis Donnerstag können hier die Teilnehmerinnen der verschiedenen Sprachkurse an modernen Nähmaschinen ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Dabei entstehen Kleider, Taschen und Accessoires, die vor Ort zum Verkauf angeboten werden.

Ein Teil des Erlöses können die Näherinnen behalten, der Rest kommt dem Familienzentrum zu Gute. Hauptzweck des Cafés ist es jedoch, einen Raum der Begegnung zu schaffen, in dem die Frauen miteinander und mit Kunden oder Besuchern ins Gespräch kommen. Das „Nähcafé“, wie auch das gesamte Familienzentrum, steht allen Bewohnern des Quartiers offen, das betont Einrichtungsleiterin Doris Winter: „Wir wollen ein Treffpunkt für alle Menschen in der Nachbarschaft sein, egal woher sie kommen und wie lange sie schon hier wohnen, unsere Türen stehen ihnen offen.“
Ein Schwerpunkt der Arbeit in der Au bildet dabei aber natürlich die Integrationsarbeit. Dazu bietet das Zentrum eine Palette an Kursen an. So zum Beispiel auch den Frauensprachkurs mit Alphabetisierung, den der Abgeordnete gleich im nächsten Raum besuchte. Während Lehrerin Aneta Zalewska mit den Müttern hier fleißig Deutsch lernt, werden die Kinder parallel betreut. Erst dadurch wird es für viele Frauen überhaupt möglich, am Sprachkurs teilzunehmen. Gunther Krichbaum zeigte sich beeindruckt von diesem ganzheitlichen Ansatz und zollte auch den Teilnehmerinnen seinen Respekt: „Ich finde es toll, dass Sie nicht nur eine fremde Sprache, sondern gleichzeitig auch eine fremde Schrift lernen. Bleiben Sie dran, denn die Sprache ist der Schlüssel zur Integration!“
Neben den Sprach- und Integrationskursen auf verschiedenen Niveaus bietet das „Familienzentrum Au“ noch eine Vielzahl an weiteren Angeboten, von der Hausaufgabenbetreuung über offene Freizeittreffs für Kinder bis hin zum Mittagstisch. Letzteres richtet sich in erster Linie an Schulkinder, steht aber grundsätzlich allen Menschen offen. „Das Familienzentrum leistet ganz hervorragende Integrations-, aber genauso Sozialarbeit in der Au. Gerade in Pforzheim sind wir auf solche Einrichtungen angewiesen, die mittendrin sind im Geschehen und wissen, was die Menschen in der Nachbarschaft am dringendsten brauchen.“, stellte Gunther Krichbaum fest.
So angetan der Abgeordnete vom Familienzentrum und dem Team um Doris Winter war, so wenig gefielen ihm die Zustände hinter dem Gebäude im Bereich der Oberen Augasse, auf die er zufällig aufmerksam wurde. Dieser Bereich mit kleiner Grünfläche, Bäumen und Bänken bietet für die Kinder die einzige Möglichkeit, sich im Freien zu bewegen. Allerdings trüben ein verschmutzter Sandkasten und ein regelmäßig überquellender Mülleimer das Bild erheblich. „Das ist mehr als unschön, da werde ich mich dahinterklemmen!“, erklärte Krichbaum spontan und nahm im Anschluss an das Gespräch Kontakt mit den betreffenden Eigentümern auf. Die beiden Pforzheimer Wohnungsbaugesellschaften haben mittlerweile zugesagt das Areal aufzuwerten.