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Geberkonferenz

für Mühlackerer Sender

Im Dezember des letzten Jahres hat sich Gunther Krichbaum an die Wirtschaftministerin Dr. Nicole Hofmeister-Kraut gewandt, um eine denkmalrechtliche Höherstufung des Mühlackerer Senders zu erwirken und so dessen Erhalt zu sichern. Heute erhielt der CDU-Bundestagsabgeordnete die Antwort aus der Landeshauptstadt.

Bereits seit Mai 2018 sei die Ministerin persönlich mit dem Erhalt des Senders in Mühlacker befasste, berichtet Krichbaum. In Folge eines persönlichen Gesprächs  der Ministerin mit dem damaligen SWR-Intendanten Peter Boudgoust ergab sich eine Option zum Erhalt des Senders. Demnach hatte der SWR als Eigentümer des Kulturdenkmales eine Stiftungslösung geprüft und umgesetzt und diese der Stadt Mühlacker samt dem zugehörigen Gelände im September 2019 als Option angeboten. Der Gemeinderat Mühlackers hat sich jedoch gegen den Erwerb und die damit verbundenen sicherheitstechnisch durchzuführenden Sanierungsarbeiten entschieden. „Dieses Votum gilt es selbstredend zu respektieren“ so Krichbaum.

Auch die Landesdenkmalpflege in Baden-Württemberg hat den Erhalt des Sendemasts nach Kräften unterstützt und mögliche Fördermittelgeber informiert. „Leider ist aber die angeregte Einstufung des Senders als Kulturdenkmal von landesweiter Bedeutung und die damit verbundene Erhaltungspflicht des höchsten Bauwerks des Landes durch das Landesdenkmalamtes für Denkmalpflege abgelehnt worden“, berichtet nun der CDU-Bundestagsabgeordnete. „Diese Entscheidung der Fachleute ist bedauerlich.“ Dennoch wurden weitere Wege und Optionen zum Erhalt des Senders erörtert.
Mit dem heutigen Schreiben schlägt die Ministerin eine Geberkonferenz vor um die finanzielle Kraft zu bündeln. Hierbei sollen unter anderem die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die Denkmalstiftung Baden-Württemberg, die Stadt Mühlacker, der Förderverein und Spender aus der Gesellschaft und Wirtschaft an einen Tisch kommen und Optionen prüfen. „Erhaltungsmaßnahmen, die hieraus entstünden, könnten dann auch durch das Land gefördert werden“, berichtet Gunther Krichbaum. „Alle Optionen liegen nun auf dem Tisch und ein breiter Wille zum Erhalt des Senders ist da. Nun gilt es einen gemeinsamen Weg zu finden.“