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Offene Diskussion über Schulden, Europa und den Euro bei der CDU-Eisingen

„Haushaltspolitik – Ist ein ausgeglichener Bundeshaushalt möglich?“, so hatte Christoph Schickle, der Vorsitzende der CDU-Eisingen, den Abend mit Gunther Krichbaum beschrieben. Dieser war als CDU-Kreisvorsitzender und Bundestagsabgeordneter der Einladung in „Bauers Gaststätte“ natürlich gerne gefolgt und stellte sich den Fragen der Zuhörer.

Dabei blieb es längst nicht nur beim Thema Bundeshaushalt, als Vorsitzender der Europaausschusses im Deutschen Bundestag war Krichbaums Meinung zur aktuellen Entwicklung in der EU ebenso gefragt, wie seine Einschätzung der politischen Lage in Baden-Württemberg. Entsprechend rege und lebhaft entwickelte sich die Diskussion im Anschluss an seinen einleitenden Vortrag.
In diesem hatte Krichbaum zuvor auf die Erfolge der CDU im Kampf gegen die steigende Staatsverschuldung verwiesen. So sei die Verankerung der sogenannten „Schuldenbremse“ im Grundgesetz ein Meilenstein auf dem Weg hin zu einem ausgeglichenen Haushalt. Die Tatsache, dass mittlerweile 13 Staaten den „Fiskalpakt“ ratifiziert und somit ebenfalls die „Schuldenbremse“ übernommen haben, sei nicht zuletzt ein Erfolg der CDU-geführten Bundesregierung unter Kanzlerin Angela Merkel. Sie und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble stünden für verantwortungsvolle Haushaltspolitik in Deutschland und ganz Europa. „Haushaltsdisziplin gepaart mit nachhaltigen Investitionen in Bildung, Forschung und Infrastruktur sind der Schlüssel zu mehr Wettbewerbsfähigkeit. Nur so wird Deutschland auch in Zukunft der Motor der europäischen Wirtschaft bleiben können und nur so werden andere EU-Staaten aus der derzeitigen „Staats-Schuldenkrise“ erfolgreich herauskommen.“, so Krichbaum. Im Falle Griechenlands räumte der Bundestagsabgeordnete freimütig ein, dass dies freilich ein langwieriger Prozess sein würde. Eine Pleite des südeuropäischen Landes jedoch hätte unabwägbare Konsequenzen für weitere krisengeschüttelte Staaten zur Folge, die über früher oder später auch die exportorientierte deutsche Wirtschaft treffen würden. Bis dato hätte außerdem noch niemand die zu erwartenden Folgekosten seriös beziffern können.  Abschließend erinnerte Gunther Krichbaum nochmals daran, dass gerade die Deutschen sowohl von der Europäischen Union als auch vom Euro im besonderen Maße profitieren. „Wir haben das größte Interesse daran, dass es Europa und dem Euro gut geht!“, so Krichbaum abschließend.