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Poststelle in Feldrennach

Krichbaum setzt sich ein

In Straubenhardt-Feldrennach hat kürzlich aufgrund einer Geschäftsaufgabe die Partner-Filiale der Deutschen Post geschlossen. Im Gegensatz zu vielen anderen Ortsteilen im Enzkreis greift in Feldrennach die sog. „Postuniversaldienstleistungsverordung“ (PUDLV) nicht. Deshalb ist die Post dort nicht gezwungen, für Ersatz zu sorgen. „Damit ist die Situation natürlich schwieriger als in jenen Orten, in denen diese Verordnung gilt. Dort muss die Post notfalls vorübergehend auch in Containern ihre Dienstleistungen anbieten“, erläutert der CDU-Bundestagsabgeordnete Gunther Krichbaum.

Trotzdem haben die Post und Bürgermeister Viehweg nach Lösungen gesucht. Dabei wurde auch ein potentieller Betreiber gefunden. Allerdings schließt dieser sein Geschäft regelmäßig in der Urlaubszeit. „Damit konnte die Forderung der Deutschen Post nach einem ganzjährigen und werktäglichen Betrieb nicht erfüllt werden“, so Krichbaum. Ein Vertrag kam daher nicht zustande. Dies stößt bei Krichbaum auf Unverständnis: „Eine Filiale, die im Sommer schließt, ist doch allemal besser als gar keine.“

Daher hat sich Krichbaum an den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Post gewandt. „Die Post im eigenen Ort gehört für sehr viele Menschen zu ihrem täglichen Leben“, weiß Krichbaum auch aus vielen Gesprächen in der Region. „Wenn nach der Bank und dem Lebensmittelladen auch noch die Post verschwindet, ist das ein großer Verlust.“ Deshalb sollten alle Möglichkeiten geprüft werden, die Post im Ort zu halten. „Eine Post-Filiale, die im Sommer ein paar Wochen geschlossen hat, ist natürlich nicht optimal. Aber sie wäre auf jeden Fall eine Verbesserung zur aktuellen Situation. Daher hoffe ich, dass die Deutsche Post ihre Entscheidung noch einmal überdenkt“, so Krichbaum abschließend.