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Rückkehr zur Meisterpflicht

Pressemitteilung

„Ich freue mich, dass wir uns in der Koalition darauf geeinigt haben, die Überarbeitung der Handwerksordnung noch in diesem Jahr anzupacken. Es ist bereits seit vielen Jahren das Ziel von CDU und CSU, die Meisterpflicht europarechtskonform wieder auf mehr Handwerksberufe auszudehnen. Der Meisterbrief ist ein Qualitätssiegel, dem die Verbraucher vertrauen können.“ Zudem verweist der CDU-Bundestagsabgeordnete auf die große Ausbildungsleistung des Handwerks: „Die Zahlen zeigen eindeutig, dass die Ausbildungszahlen in jenen Berufen, die nicht mehr der Meisterpflicht unterliegen, deutlich gesunken sind. Eine fundierte duale Berufsausbildung ist aber der beste Start in das handwerkliche Berufsleben. Dafür werden wir in ganz Europa beneidet und viel Länder wollen unserem Vorbild folgen. Auch deshalb ist es richtig, wieder mehr Gewerke in die Meisterpflicht zu überführen.“ Bestehende Betriebe von Gewerken, die künftig wieder der Meisterpflicht unterliegen werden, sollen einen dauerhaften Bestandsschutz bekommen.

Krichbaum erinnert daran, dass er 2002 nach seiner ersten Wahl in den Deutschen Bundestag Berichterstatter seiner Fraktion für die Änderung der Handwerksordnung im Europaausschuss war. „Wir hielten die Abschaffung der Meisterpflicht bereits damals für einen schweren Fehler. In zähen Verhandlungen konnten wir immerhin erreichen, dass Rot-Grün seine Pläne ändern müsste. Statt in 65 Gewerken wurde die Meisterpflicht nur in 53 Berufen aufgehoben.“

Die Koalition plant, einen entsprechenden Gesetzesentwurf in der Sommerpause zu erarbeiten und die parlamentarischen Beratungen im Herbst durchzuführen. Zuvor wird ein umfassender Konsultationsprozess durchgeführt. „Unser Ziel ist es, das Gesetz zum 1. Januar 2020 in Kraft treten kann.“

Die Eckpunkte der Koalitionsarbeitsgruppe zur Novellierung der Handwerksordnung finden Sie hier.