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Vor-Ort-Termin in Sachen provisorische„A8-Röhre“ zwischen Nöttingen und Darmsbach

Enzkreis/Remchingen: Die Bürgerinitiative „FÜR die Röhre“ setzt sich derzeit massiv für eine provisorische Fußgänger- und Radfahrerverbinbung zwischen den beiden Remchinger Ortsteilen Nöttingen und Darmsbach ein. Dabei hat sie sich auch an den direkt gewählten Bundestagsabgeordneten für den Enzkreis, Gunther Krichbaum, gewandt.

Dieser nimmt die Bedenken der Bürger-initiative sehr ernst und hat in Absprache mit Remchingens Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon sofort Kontakt mit den zuständigen Stellen im Karlsruher Regierungspräsidium und im Berliner Verkehrsministerium aufgenommen. Zusätzlich wurde ein kurzfristiger Vor-Ort-Termin vereinbart. „Manche mögen gewichtige Dinge allein auf Grund der Papierlage entscheiden können, ich mache mir lieber ein eigenes Bild vor Ort.“, so Krichbaum gleich zu Beginn des Treffens. An diesem nahmen Bürgermeister Prayon, Gemeinderat Martin Gegenheimer sowie Georg Moerschner-Guthmann und Karl-Heinz Plangl, erste bzw. zweite Sprecher der Bürgerinitiative, teil.
Am Nöttinger Ortsausgang ließ sich Krichbaum zunächst eingehend über die geplanten Baumaßnahmen, deren zu erwartenden Auswirkungen und die von der Bürgerinitiative geforderte provisorische „Röhre“ unterrichten. Da im Zuge des A8-Ausbaus die bisherige Unterführung zwischen der Nöttinger Tullastraße und der Darmsbacher Lindenstraße zugeschüttet wird, die neue Verbindung an anderer Stelle planmäßig aber erst in drei Jahren eröffnet werden soll, müssen die Einwohner für diesen Zeitraum einen erheblichen Umweg in Kauf nehmen.
Anschließend ging es per Auto weiter zur Baustelle der neuen Umgehungsstraße und dem Ort der neuen Unterführung. Ab-schließend wurde noch die Situation an der Straße (L339) zwischen Wilferdingen und Nöttingen in Augenschein genommen, die am Nöttinger Ortseingang unter der A8 hindurchführt. Diese Stelle würde, nach jetzigem Stand der Planungen, für die nächsten drei Jahre die einzige Verbindung nach Darmsbach darstellen. An dieser vielbefahrenen Unterführung ist allerdings nur ein Bürgersteig vorhanden und es bestünden aus Sicht der Gemeinde und der Bürgerinitiative Sicherheitsrisiken, vor allem für Kinder, die mit dem Rad unterwegs seien.
Krichbaum äußerte Verständnis für die Bedenken der Bertoffenen: „Es wäre wünschenswert, wenn sich für die Übergangszeit bis zur Eröffnung der neuen Verbindung eine für alle Beteiligten befriedigende Lösung fände. Dafür werde ich mich beim Bundesverkehrsministerium einsetzen.“ Da jede zusätzliche Änderung der bereits planfestgestellten Baumaßnahme eine freiwillige Leistung seitens des Bundes darstellt, liegt die Entscheidung darüber auch beim BMVBS. Dort werden in den nächsten Tagen die Lösungsvorschläge des Regierungspräsidiums geprüft werden. Gunther Krichbaum hatte sich daher schon im Vorfeld des Termins an den zuständigen Parlamentarischen Staatssekretär Dr. Andreas Scheuer und Frau Regierungspräsidentin Nicolette Kressl gewandt. „Ich werde mit beiden Stellen engen Kontakt halten und die Gemeinde sowie Einwohner Remchingens auf dem Laufenden halten.“, sicherte der Bundestagsabgeordnete zum Schluss seines Besuchs zu.